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Australia…it was a pleasure

Nach der erfolgreichen Quali in Ballarat spielte ich gleich noch ein Pro Am, das ich mit meinem Team gewinnen konnte. Es war ein perfekter Abschluss für zehn anstrengende Tage.

Das Integral Team
Winner Team…

 

Familie Neil in Ballarat…bei ihnen fühlte ich mich wie das vierte Kind (Hund inkl) 🙂 Sie sind sozusagen zu meiner Australischen Familie geworden

Diese anstrengend Tage mit Jetlag, Quali, Pro Am etc haben ihre Spuren hinterlassen. Ich hatte mir eine ziemliche Erkältung eingefangen. Deshalb konnte ich auch keine Proberunde für die Vic Open Quali spielen. Ich spielte diese eintägige Quali mit einem local Caddy an Stelle einer Proberunde. Das ging relativ gut und ich verpasste die Quali nur um einen Schlag. Das war ärgerlich. Dafür hatte ich Zeit, die Erkältung auszukurieren.

13th Beach
Neue Host Familie für Viva, Christine und mich…Julie und John
Training mit den Mädels…Viva, Rosie und Katja
Mit Viva auf einem Kurzplatz
Geburtstagsparty
13 😀

Danach ging es weiter nach Adelaide an die Australian Open Quali. Dieses Mal mit Proberunde. Ich spielte zwar gut aber in einem Feld von 60 Spielerinnen braucht man einen super Tag, um unter die top 3 zu kommen. Ich blieb noch 3 Tage in Adelaide und trainierte auf dem Royal Adelaide Golfplatz, was super war.

Royal Adelaide mit dem Zuggleis mitten durch den Golfplatz
Achtung bei der Überquerung…der Zug fährt wirklich!
Lawnbowls…eine neue Sportart mit unseren Hosts
Neue Hosts für Christine, Chloe und mich in Adelaide…Lesley und Michael

Es folgte das erste der drei LET Turnieren. Es war auf dem Golfplatz in Bonville, dem Augusta von Australien. Ein wunderschöner aber schwieriger Golfplatz! Da der Platz so extrem hügelig ist und die Distanzen zwischen den Löchern zum Teil sehr lange sind, spielten wir alle in Carts. Das war gewöhnungsbedürftig aber sehr nützlich, vor allem in den Regengüssen, die wir hatten! Mein Spiel war wieder solide aber es schlichen sich ein paar wenige Fehler ein.+3 am ersten Tag. Der zweite Tag war sehr regnerisch und windig. Ich hatte Mühe, mich den verändernden Bedingungen anzupassen. +5, +8 total.

Damit dachte ich, sei ich weit weg, doch wie sich herausstellte waren die Bedingungen schwieriger als ich angenommen hatte und der Cut lag bei +7. Das tat natürlich weh. Wenn man den ganzen Tag auf dem Golfplatz steht und sich durch die schwierigen Bedingungen kämpft und den Cut am Schluss um einen Schlag verpasst…das hat niemand verdient.

Unserer Joggingstrecke
Christine, Chloe und ich
Loch 18 vom Clubhaus
Loch 18 vom Fairway
Loch 2
Full house, unsere Host haben ihre Freunde und deren Spielerinnen eingeladen
Unserer Hosts in Sawtell, Emma, Gail und Rob…
Flumsi und ich auf dem Cart
Kino in Sawtell 🙂
Frühstück in unserem Lieblingsrestaurant Treeo…Banana Pancakes

Kopf hoch und weiter geht’s…in Canberra. Ich freute mich speziell auf das Canberra Ladies Classics, weil ich vom Schweizer Botschafter  in Australien und seiner Familie eingeladen wurde. Ich durfte die Woche bei ihnen wohnen. Darauf war ich sehr gespannt. Es war  eine interessante Woche und ich habe viel über das Leben als Botschafter, deren Aufgabe und das Leben der Kinder gelernt.  Diese Woche war neben dem Golfplatz wesentlich interessanter als auf dem Golfplatz. Ich kann nicht sagen, dass ich schlecht spielte, gar nicht aber es lief einfach nicht…ich hatte zu viele gute Putts, die nicht rein gingen und Eisen, die auf die falsche Seite sprangen oder Chips, die nicht so reagierten wie ich mir das gedacht hatte.  Es war wirklich ärgerlich und nach dem ersten Tag hatte ich auch eine kleine Krise…ich habe mir vorgenommen immer positiv zu bleiben, egal was passiert aber nach dem ersten Tag nahm ich mir eine kurze Auszeit davon. 🙂  Es kam der Punkt, wo ich „Dampf“ ablassen musste. Da bin ich der heutigen Technik sehr dankbar, es tut immer gut in solchen Situationen mit meiner Familie zu sprechen! Aber ich bin auch jemand, der schnell wieder nach vorne schaut und zuversichtlich ist.

Proberunde mit Viva, Tvesa und Flumsi
Flumsi freut sich auf die Schweizer Botschaft!
Vor der Schweizer Botschaft
Yasmine Chantila-Zwahlen, Schweizer Botschafterin der Pazifischen Länder mit den Schwiegereltern beim Welcome Dinner @Tristan Jones
Ein Waldbrand hat die gesamte Fläche gerodet und jetzt pflanzen sie alles neu mit Pflanzen aus der ganzen Welt
Runde zwei ©Tristan Jones
Loch 18 ©Pedro
Birdieputt auf Loch 15 ©Pedro

Das letzte Turnier und somit auch die letzte Chance stand an…Golfclub Queanbeyan in Canberra. Das war eine Driving Herausforderung…der Platz war sehr eng vom Abschlag aus, was mir eigentlich entgegen kommen sollte. Aber am ersten Morgen hatte ich definitiv Pech mit der Abschlagszeit. Ich war im ersten Flight bei 5 Grad…es war wirklich kalt und die Bälle flogen nirgends hin. Der einzig richtig kalte Morgen in sieben Wochen! Dazu musste ich auch noch auf den schwierigeren 9 anfangen. Die Greens waren nass und rollten gar nicht. Ganz anders als auf der Proberunde. Ich getraute mich einfach nicht, mehr Schläger in die Hand zu nehmen oder dem Putt mehr zu geben, denn der downhill Putt war wiederum sehr schnell! +5 nach 9…es wurde wärmer und ich konnte die Runde mit +5 beenden. Ich fragte mich, was los war, war es Pech mit der Startzeit, waren es taktische Fehler, waren es technische Fehler, wieso lief es nicht? Es war ja nicht schlecht aber einfach nicht gut genug. Ich habe mir wirklich viele Gedanken gemacht und bin zum Schluss gekommen, dass es nichts mit der Technik oder Taktik zu tun hat. Die Mischung zwischen Lockerheit und Konzentration, Fokus und Verbissenheit stimmte nicht. Ich habe mir einen neuen „mentalen Plan“ für die zweite Runde gemacht und mich immer wieder gezwungen, mich daran zu halten. Es hat funktioniert. Ich spielte level. Dieser Abschluss und die Lösung gefunden zu haben, freute mich!

Mit Kim Metraux und den vielen Kängurus auf dem Platz
Runde 1, erster Schlag…es war praktisch noch dunkel 🙂 ©Tristan Jones
Meine Hosts in Canberra, die Botschafter Familie Zwahlen mit Pedro, Soraya, Lino und Yasmine

Wie ihr seht, wohnten wir an jedem neuen Turnierort bei einer Familie. Wir traten in ein fremdes Haus zu fremden Leuten ein. Es ist nicht selbstverständlich, dass wir so offen empfangen werden und wir schätzen das sehr, denn es spart uns viel Geld! Aber es kann auch anstrengend sein. Man muss sich immer wieder neu anpassen, kennen lernen und sich den Leuten widmen. Ich hatte diese sieben Wochen Glück und ich verstand mich immer gut mit den Hosts und mochte ihr Essen. 🙂

Vor dem Heimflug genossen Kim und ich noch zwei Tage in Sydney als Touristen. 🙂

Darling Harbour
Opera House
Botanischer Garten
Darling Harbour

Es war eine unvergessliche Erfahrung und ich bin froh, konnte ich nach 2016 nochmals zurück nach Australien.

Jetzt werde ich mich zu Hause erholen und in drei Wochen startet die Saison in Europa mit dem Terre Blanche Ladies Open in Südfrankreich.

Bis bald

Melanie

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