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Saison 2019…

Indien. Neu Delhi. DLF Golf and Country Club. Der schönste Platz der Welt. Man sagt er sei so schwierig – und trotzdem sind die Siegesscores so tief. Wie geht das? Der Platz ist so genial designed…man sieht die Landezone oft nicht, man sieht nur Wald oder Büsche. Daher sieht es eng und schwierig aus, aber die Landezone ist meist breiter – man sieht sie einfach nicht. Wenn man den Ball gut trifft, ist der Platz nicht so schwierig. Er ist nicht so lang und hat relativ grosse Greens. Aber ist man nur leicht verunsichert, ist der Platz richtig schwierig. Denn wer das Fairway verfehlt ist nicht einfach nur im Rough, sondern weg – Out. Auch bei den Greens gibt es ein paar Löcher, die nicht auf der falschen Seite verfehlt werden dürfen.

Ich liebe diesen Platz und habe mich richtig gefreut, die Saison darauf abschliessen zu dürfen. Und dieses letzte Turnier war symptomatisch für meine ganze Saison..Ich hatte einen harten Start +3 nach 4 Löcher. Habe mich dann bis zur 13 auf Par zurückgekämpft und richtig richtig gut gespielt. Auf der 14 dann ein Überlegungsfehler, etwas zu viel Respekt gezeigt und den Ball verzogen – Out. +3. Auf der 16 nochmals eine kleine Unsicherheit – Out. +3. +6 wegen zwei schlechten Schlägen und ansonsten so super gespielt. Runde zwei, +1 darf ich maximal spielen. Ich hatte einen schwachen Start aber habe mich gut gerettet und gekämpft. Par nach 9. Auf der 2 (Start auf 10) dann etwas vorsichtig und zu weit weg auf dem Green mit einer Welle…Bogey. Ich war immer noch drin. Auf der 4 plötzlich einfach so ein Outball. Dieser kam auch für mich sehr überraschend – kein Konzentrationsfehler, keine Unsicherheit, keine Ahnung woher! Die Reaktion mit einem Birdie war aber wieder super. Ich lag +8 und brauchte noch ein Birdie. Auf der 7 traf ich den Ball super und dachte er liegt an der Fahne, der bekam aber einen solchen Kick, er lag 15m zu lange im Rough. Bogey…dann musste ich riskieren und zwei Birdies spielen auf den letzten beiden Löchern, was mir nicht gelang.

Wie gesagt…so war meine Saison. Ich lüge nicht, es war nicht einfach. Nach vielen Rückschlägen – golferisch und körperlich – habe ich mich immer wieder zurück gekämpft, Moral gezeigt und super gespielt. Ich habe jeweils nicht einfach ok gespielt, sonder wirklich gut. Aber alles in allem wollte es einfach nicht laufen für mich dieses Saison…wie der Outball auf der 4 oder der Kick auf dem drittletzten Loch in Indien. Ein guter Schlag aber etwas stimmte nicht…war das Green zu hart? War die Distanz falsch? War es mein Fehler oder einfach nur Pech?

Wenn man die Skorekaren ansieht, sieht man meist nicht wie eng es ist, dass sehr wenig fehlt und dass das Positive eigentlich überwiegt. Man sieht nicht in den Athleten hinein, was wirklich vor sich geht – aber ich sehe das und genau deshalb freue ich mich auf die nächste Saison. Ich weiss wovon ich mich zurückgekämpft habe, wie nah an den richtig guten Scores ich war und welches Potential in mir steckt.

Jetzt geht es darum, den Kopf zu lüften…ich mache zwei Wochen Ferien. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt zwei! Wochen in den Ferien war!! Und dann geht es darum, meine 10te Saison als Profi in Angriff zu nehmen und dafür habe ich jetzt schon ein paar Ideen und Pläne. 🙂

Bis bald, eueri Melanie

Hier sind noch ein paar Eindrücke aus der zweiten Hälfte meiner Saison…

Während meiner Verletzung habe ich bei den Greenkeepern geschnuppert 🙂
Mit meinen Freunden in Schweden…wir durften bei Viva und ihrem Vater wohnen.
Hole in One in Bossey 🙂
Karlstein mit Caro, Rachael und Laura
Erster Abschlag in Konopiste
Mit Mami in Spanien
mit Papi in Deutschland
cooles Pro Am Team in Deutschland
Indien…Aussicht auf das Loch 17 und 18
Players night in Indien

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