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Zweites Drittel 2018

Nach den 6 Turnieren in Folge im Juni/Juli habe ich mich auf drei Wochen zu Hause gefreut…ich habe zwar das Training schnell wieder aufgenommen, hatte aber endlich auch Zeit für meine Familie und Freunde. Ich habe auch die Berge genossen, oft ging ich zwischen den Golftrainings über Mittag auf dem Flumserberg wandern.

Flumserberg
Schlageropenair

Nach dem Nationalfeiertag am 1. August, den ich gemütlich mit Freunden verbrachte, ging es schon bald weiter mit den Turnieren in Schweden. Ich konnte mich in Schweden nicht optimal vorbereiten, da ich leider krank wurde. Ich verbrachte die meiste Zeit der Trainingstage im Bett. An den Turniertagen ging es mir zwar wieder besser aber es fehlte trotzdem etwas Kraft in dem heftigen Wind, was mir dann für den Cut nicht reichte. Trotzdem war ich guten Mutes und freute mich auf das gleich darauf folgende Turnier in Bossey. Endlich konnte ich wieder mit dem Auto an ein Turnier fahren – das fängt dann immer schon gut an 🙂 Ich hatte etwas gut zu machen vom letzten Jahr, da hatte ich den Cut um einen Schlag verpasst und das ärgerte mich. Also wollte ich es dieses Jahr besser machen. Der Anfang war zwar etwas harzig aber mit einem guten Kurzspiel hielt ich mich im Spiel. Ich spielte konstant Par und musste aber auf den backnine zwei Bogeys hinnehmen. Mit +2 war ich noch im Rennen für den Cut…die zweite Runde spielte ich von Anfang an sehr solide und war nie gross in Gefahr. Mit neun Pars auf den ersten neun Löcher war ich etwas schlecht bezahlt für mein gutes Spiel aber ich musste geduldig bleiben. Mein Spiel geriet dann etwas ausser Kontrolle als der Schiedsrichter plötzlich auftauchte und meinte er nimmt uns auf die Uhr. Ich musste einen Outball hinnehmen, ich weiss das sollte nicht passieren, doch es passierte eben…nun das beste daraus machen, schliesslich hatte ich so gut gespielt bis dahin! Aber gutes Spiel hin oder her, die Cutlinie rückte mit diesem Schlag sehr nahe…ich behielt von da an die Nerven und spielte auf dem letzten Loch noch ein Birdie, was mir zu diesem Zeitpunkt den Cut sicherte. Ich hatte nun die Chance, mich in der Finalrunde nach vorne zu spielen und mit -2 habe ich dies auch genutzt. Ich habe das Ärgernis vom letzten Jahr mit dem 22 Rang wieder gut gemacht und mein Spiel war auch auf einem guten Weg…

Windiger zweiter Tag in Schweden
Swiss Team in Bossey
Pro Am in Bossey
Loch 12 mit Papi meinem Caddy

Direkt am Tag nach der Finalrunde flog ich mit meiner Schwester nach Los Angeles. Sie begleitete mich an die Qualifikation der LPGA. Von Los Angeles fuhren wir zwei Stunden ins Landesinnere in die Wüste und wurden gleich am ersten Tag mit Höchsttemperaturen von 45 Grad erwartet…wir wussten, das wir deine heisse Woche werden. Zum Glück stiegen die Temperaturen nicht mehr gar so hoch, aber bei 40 Grad war es trotzdem. Egal, wir waren vorbereitet. Auch spielerisch war ich gut vorbereitet und mit dem guten Turnier von Bossey war auch das Selbstvertrauen vorhanden. 2015 spielte ich diese Qualifikation zum letzten Mal, da war ich aber schon von Handgelenksschmerzen geplagt und konnte nicht gut spielen. Dieses Mal dachte ich wird alles anders. Leider war dem nicht so. Obwohl ich das ganze Jahr bisher ohne Probleme spielen konnte, hat mir hier der harte Boden zu schaffen gemacht. Ich musste einsehen, dass meine Hände nicht stark genug sind für den harten Boden von Kalifornien. Und so schloss ich das Kapitel Qualifikation ab. Wir genossen dann noch ein paar Tage in Las Vegas und Los Angeles bevor wir wieder in den Flieger nach Hause stiegen.

Das ganze Gepäck musste in dieses Auto…inkl. drei Personen….ja, wir habens geschafft!!!
Ja, ich hatte etwas warm!!

 

Wir spielten echt coole Plätze!
Es war eine Herausforderung diese Plätze zu spielen!

Zu Hause blieb mir eine Woche, um mich wieder der Europäischen Zeit anzupassen und mich auf das nächste Turnier in England vorzubereiten. Ich hatte wirklich Mühe mit den 9 Stunden Zeitverschiebung und die Woche wurde zum Kampf, ich war sehr müde…nur noch eine Woche Konzentration in England, dann habe ich eine kleine Turnierpause…durchbeissen hiess es! Ich spielte bereits das 5te Mal in Stoke by Nayland, England und freute mich sehr darauf. Irgendwie ist es einfach immer eine gute Stimmung in Stoke by Nayland. Mein Ziel war es, die “Niederlage” von den USA zu vergessen und da anzuknüpfen wo ich vorher in Europa, also in Bossey, aufgehört habe. Und genau so spielte ich…von der Unsicherheit der USA, die vom harten Boden kam, war hier nichts mehr zu spüren. Mein Spiel passte gut zusammen und ich spielte drei konstante Runden. Es half natürlich, dass mein Vater mit dabei war, er kennt den Platz auch schon gut und taktisch sieht er manchmal Dinge, die ich nicht sehe. Mit Par, -2 und -1 konnte ich das Turnier auf dem 6ten Rang abschliessen. Endlich seit 2015 und dem Beginn meiner Verletzungen konnte ich wieder in die top 10 spielen! Das war cool! Ich war stolz auf mich, dass ich die Müdigkeit wegstecken konnte und ich die Resultate der USA nicht an mich herangelassen habe sondern immer positiv geblieben bin!

 

Ein bisschen Spass muss sein…hier mit Kim Metraux
🙂
Das letzte Loch ist ein 165m langes Par 3, das zum Clubhaus und Hotel zurück führt

Nun geniesse ich eine Woche Ferien, bevor es dan wieder ins Training und die Vorbereitungen für den Endspurt geht. Ich werde noch ein LET in Indien spielen und dann die Qualifikation für die LET in Marokko.

Bis bald

Eueri Melanie

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